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Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe in Düsseldorf

Wer in Düsseldorf einen Pflegegrad hat, kann eine Haushaltshilfe oder eine Alltagsbegleitung über die Pflegekasse bezahlen: Der Entlastungsbetrag nach § 45b Abs. 1 Satz 1 SGB XI beträgt bis zu 131 Euro im Monat und steht schon ab Pflegegrad 1 zur Verfügung. Er darf unter anderem für Leistungen von Angeboten eingesetzt werden, die nach Landesrecht anerkannt sind (§ 45b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI). Meine Elsa ist ein solches Angebot — anerkannt nach § 45a SGB XI in Verbindung mit § 7 Abs. 2 AnFöVO NRW. Ein Düsseldorfer Anbieter sind wir allerdings nicht: Unser Sitz ist Gelsenkirchen, rund kurze Wege entfernt. Was das praktisch bedeutet, steht weiter unten — ohne Beschönigung.

Wer zahlt die Alltagsbegleitung in Düsseldorf?

Die Pflegekasse. Grundlage ist der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich (§ 45b Abs. 1 Satz 1 SGB XI). Anspruch hat, wer einen Pflegegrad hat und zu Hause versorgt wird — ab Pflegegrad 1, nicht erst ab Pflegegrad 2.

Drei Punkte werden dabei regelmäßig falsch wiedergegeben.

Der Entlastungsbetrag muss nicht gesondert beantragt werden. Der Anspruch entsteht, sobald die Voraussetzungen vorliegen, „ohne dass es einer vorherigen Antragstellung bedarf" (§ 45b Abs. 2 Satz 1 SGB XI). Beantragt wird der Pflegegrad — und Leistungen werden ab Antragstellung gewährt (§ 33 Abs. 1 SGB XI).

Nicht genutztes Geld verfällt nicht sofort, aber früher, als viele annehmen. Ein in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpfter Betrag kann in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden (§ 45b Abs. 1 Satz 5 SGB XI) — nicht in das folgende Kalenderjahr. Was aus 2026 übrig bleibt, muss also bis zum 30. Juni 2027 eingesetzt sein.

Der Anbieter muss anerkannt sein. Erstattungsfähig sind Leistungen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, die nach Landesrecht anerkannt sind (§ 45b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI). Eine privat beschäftigte Reinigungskraft ohne diese Anerkennung lässt sich darüber in der Regel nicht abrechnen — fragen Sie vor dem ersten Einsatz danach.

Abgerechnet wird über eine Abtretungserklärung: Der anerkannte Anbieter rechnet direkt mit der Pflegekasse ab, im Rahmen des Anspruchs entsteht kein Eigenanteil. Ob eine konkrete Rechnung erstattet wird, entscheidet die Pflegekasse im Einzelfall.

Was kostet eine Haushaltshilfe in Düsseldorf?

Für Menschen mit Pflegegrad ist die entscheidende Zahl nicht der Preis, sondern der Eigenanteil — und der ist im Rahmen des Kassenanspruchs null. Solange die Stunden aus dem Entlastungsbetrag gedeckt sind — oder aus der Verhinderungspflege, für die zusätzlich eine private Pflegeperson verhindert sein muss (§ 39 Abs. 1 SGB XI) — und der Anbieter direkt mit der Kasse abrechnet, zahlen Sie nichts aus eigener Tasche. Wie viele Stunden aus dem monatlichen Anspruch werden, rechnet der Kostenrechner auf dieser Website aus.

Zwei Töpfe kommen dafür in Frage, und sie funktionieren völlig verschieden.

Der Entlastungsbetrag: bis zu 131 Euro im Monat ab Pflegegrad 1 (§ 45b Abs. 1 Satz 1 SGB XI). Das ist der Regelweg für Haushaltshilfe, Begleitung und stundenweise Entlastung. Er ist an keine weitere Bedingung geknüpft als den Pflegegrad und die häusliche Versorgung.

Die Verhinderungspflege: Sie greift nur, wenn eine private Pflegeperson an der Pflege gehindert ist — wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen (§ 39 Abs. 1 SGB XI). Ohne eine solche verhinderte Pflegeperson besteht dieser Anspruch nicht, auch nicht bei hohem Pflegegrad. Vorausgesetzt ist außerdem mindestens Pflegegrad 2; die Kasse übernimmt die Ersatzpflege für längstens acht Wochen je Kalenderjahr. Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege teilen sich seit der Pflegereform 2025 ein gemeinsames Jahresbudget von 3.539 Euro.

Fahrtkosten werden nicht gesondert berechnet, auch nicht für die Anfahrt nach Düsseldorf. Das ist der eine Punkt, an dem die kurze Wege für Sie keine Rolle spielen. Die anderen stehen weiter unten.

Düsseldorf hat keine Pflegestützpunkte — sondern ein Pflegebüro und 32 zentren plus

Wer nach unabhängiger Pflegeberatung sucht, stößt in vielen Städten auf einen Pflegestützpunkt. In Düsseldorf gibt es diese Einrichtung nicht. Die Stadt führt stattdessen zwei eigene Wege, und beide sind von wirtschaftlichen Interessen unabhängig.

Das Pflegebüro der Landeshauptstadt Düsseldorf, angesiedelt beim Amt für Soziales und Jugend: Willi-Becker-Allee 8, 40227 Düsseldorf, Telefon 0211 8998998, pflegebuero@duesseldorf.de. Sprechzeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung. Das Gebäude ist barrierefrei zugänglich — barrierefreier Eingang, Aufzug, taktile Leitlinien, Behinderten-WC und Behindertenparkplatz.

Die 32 „zentren plus": quartiersnahe Anlaufstellen für Menschen ab 55 Jahren, getragen von den Düsseldorfer Wohlfahrtsverbänden und finanziert vom Amt für Soziales und Jugend. Sie beraten zu allen Fragen rund um das Leben im Alter, koordinieren individuelle Hilfen, führen Hausbesuche durch und haben eigene Angebote für pflegende Angehörige und für Menschen mit Demenz.

Bemerkenswert ist, wie wenig bekannt beides ist. In der Bürgerbefragung zum städtischen Pflegebedarfsgutachten kannten 43 Prozent der Befragten das Pflegebüro und 42 Prozent die zentren plus — die Angebote der Pflegekassen dagegen 65 Prozent. Wer den Eindruck hat, es gebe in Düsseldorf keine neutrale Anlaufstelle, befindet sich damit in der Mehrheit und liegt trotzdem falsch.

Dazu kommt die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI, die jede Pflegekasse anbietet.

In Düsseldorf wird überdurchschnittlich viel zu Hause gepflegt

Das Gutachten zur Pflegebedarfsermittlung, das die Landeshauptstadt beim ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik beauftragt hat (Köln, 22. April 2025), beziffert die Lage zum Stichtag 15. Dezember 2023: 40.248 Menschen in Düsseldorf sind pflegebedürftig, 6,4 Prozent der Bevölkerung. Das ist weniger als im Landesdurchschnitt (7,6 Prozent) und weniger als im Bund (6,7 Prozent).

Aussagekräftiger als die Quote ist die Verteilung. 22.881 Pflegebedürftige — 63,7 Prozent — beziehen Pflegegeld; sie werden zu Hause versorgt, laut Gutachten „zumeist durch An- und Zugehörige". 8.469 Personen (23,6 Prozent) erhalten Leistungen ambulanter Pflegedienste, 4.560 werden vollstationär gepflegt. Die Heimquote lag 2023 bei 12,7 Prozent und damit ebenfalls unter dem Landeswert (13,8 Prozent) und dem Bundeswert (14,1 Prozent). Düsseldorf pflegt zu Hause.

Der Bedarf wächst dabei schnell. Seit 2011 ist die Zahl der Pflegebedürftigen von 16.395 auf 40.248 gestiegen, ein Plus von 145 Prozent; bei den Pflegegeld-Empfängern sind es 215 Prozent. Ein Teil davon geht auf die Umstellung auf fünf Pflegegrade im Januar 2017 zurück, ein Teil auf die Demografie. Gut die Hälfte der Pflegebedürftigen — 20.676 Personen — ist 80 Jahre oder älter; in dieser Altersgruppe liegt die Pflegequote bei 49,3 Prozent.

Die Versorgung hält damit nicht Schritt. Ende 2023 waren in Düsseldorf 149 ambulante Pflegedienste ansässig, sechs mehr als 2021, mit rund 3.200 Vollzeitkräften. Trotz dieser Dichte hält das Gutachten fest: „Dennoch ist die Auslastung hoch: die Hälfte der befragten Dienste musste Neuanfragen wegen Personalmangels ablehnen." Bei den stationären Plätzen ist es ähnlich: 4.799 Plätze bei 94 Prozent Auslastung, wobei 8,6 Prozent der vertraglich vereinbarten Plätze faktisch nicht zur Verfügung stehen; die 120 solitären Kurzzeitpflegeplätze sind zu 94 Prozent belegt.

In diesen Zusammenhang gehört eine Haushaltshilfe oder Alltagsbegleitung — und zwar an eine bestimmte Stelle darin. Sie ersetzt keinen Pflegedienst: Körperbezogene Pflege und medizinische Leistungen gehören ausdrücklich nicht dazu. Sie entlastet die Angehörigen, die in Düsseldorf den größten Teil der Pflege tragen.

Zehn Stadtbezirke ohne Namen: wo in Düsseldorf die Ältesten wohnen

Düsseldorf gliedert sich in 10 Stadtbezirke und 50 Stadtteile. Anders als in Köln oder Duisburg tragen die Bezirke keine Eigennamen — sie sind durchnummeriert, Stadtbezirk 1 bis Stadtbezirk 10. Wer eine Adresse einem Bezirk zuordnen will, muss den Umweg über den Stadtteil nehmen.

Die Altersstruktur ist zwischen diesen Bezirken sehr ungleich verteilt. Das städtische Pflegegutachten hält für den 31. Dezember 2023 fest: „Während in den Stadtbezirken 1, 2 und 3 mit jeweils zwischen 20 bis 22% vergleichsweise wenige ältere Menschen ab 60 Jahren leben, liegt deren Anteil in den Stadtbezirken 5, 7 und 10 zwischen 29 und 31%. Die höchsten Anteile von über 80-Jährigen weisen die Stadtbezirke 5 (8,6%) und 4 (8,2%) auf."

Absolut betrachtet verschiebt sich das Bild. Die meisten Hochaltrigen ab 80 Jahren leben in Stadtbezirk 9 (6.613 Personen) und in Stadtbezirk 3 (5.910) — also in Wersten, Himmelgeist, Holthausen, Reisholz, Benrath, Urdenbach, Itter und Hassels beziehungsweise in Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Bilk, Oberbilk und Flehe. Ein hoher Anteil und eine hohe Zahl sind nicht dasselbe: Den höchsten Anteil Hochaltriger hat Stadtbezirk 5, die größte Zahl lebt in Stadtbezirk 9. Für die Frage, wo Unterstützung gebraucht wird, zählt die Zahl.

Nach der amtlichen Fortschreibung von IT.NRW (Stand 31. Dezember 2024, Basis Zensus 2022) hat Düsseldorf 618.685 Einwohner, von denen 19,0 Prozent 65 Jahre oder älter sind. Das ist deutlich weniger als in Nordrhein-Westfalen insgesamt (22,0 Prozent) — Düsseldorf ist eine junge Großstadt. Diese Lücke schließt sich: Bis Ende 2035 steigt die Zahl der Düsseldorfer ab 65 Jahren auf 134.612, ein Plus von 14,2 Prozent, während die Gesamtbevölkerung nur um 1,4 Prozent zunimmt.

Quellen der folgenden Übersicht: die Zuordnung der Stadtteile zu den Stadtbezirken stammt aus dem amtlichen Open-Data-Portal der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Altersangaben aus dem Pflegebedarfsgutachten vom 22. April 2025 (Stichtag 31. Dezember 2023). Für die Stadtbezirke 6 und 8 weist das Gutachten keine Einzelwerte aus; erfunden wird an dieser Stelle nichts.

kurze Wege aus Gelsenkirchen — und was Meine Elsa in Düsseldorf übernimmt

Meine Elsa ist kein Düsseldorfer Anbieter. Der Sitz ist Gelsenkirchen, die Entfernung beträgt rund kurze Wege, und wer hier anfragt, sollte vorher wissen, was das für den Alltag bedeutet.

Die Verbindung selbst ist gut. Der RE2 „Rhein-Haard-Express" fährt umsteigefrei zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Gelsenkirchen Hauptbahnhof, im Stundentakt, mit Halten in Düsseldorf Flughafen, Duisburg, Mülheim und Essen. Der VRR-Fahrplan 2026 weist für die Strecke 44 Minuten aus — Abfahrt 6.06 Uhr in Düsseldorf, Ankunft 6.50 Uhr in Gelsenkirchen. Beide Städte gehören demselben Verkehrs- und Tarifverbund an; die Geschäftsstelle des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr sitzt selbst in Gelsenkirchen.

Trotzdem bleibt eine Entfernung eine Entfernung. Praktisch heißt das: In Düsseldorf arbeiten wir mit festen, im Voraus geplanten Terminen und mit Einsätzen, die sich als Block lohnen — nicht mit spontanen halben Stunden. Wenn jemand mehrmals täglich kurz Hilfe braucht oder kurzfristig einspringen soll, ist ein Anbieter direkt vor Ort die bessere Wahl. Das sagen wir lieber vorher als hinterher.

Was wir übernehmen: Haushaltsführung, Einkäufe, Begleitung zu Terminen und Behördengängen, Gesellschaft und Alltagsstruktur, Entlastung für pflegende Angehörige — das Leistungsspektrum eines anerkannten Angebots zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI in Verbindung mit § 7 Abs. 2 AnFöVO NRW.

Was wir nicht übernehmen: körperbezogene Pflege und medizinische Leistungen. Meine Elsa ist kein Pflegedienst. Dafür sind die zugelassenen ambulanten Pflegedienste zuständig, von denen es in Düsseldorf 149 gibt.

Für die Abrechnung ist nicht die Stadtgrenze maßgeblich, sondern die Anerkennung. § 45b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI stellt auf Angebote ab, die „nach Landesrecht anerkannt" sind; die Anerkennung selbst richtet sich nach dem Landesrecht (§ 45a Abs. 1 Satz 3 SGB XI). Meine Elsa ist in Nordrhein-Westfalen anerkannt und im amtlichen NRW-Angebotsfinder eingetragen, und Düsseldorf liegt im selben Bundesland. Über die Erstattung im konkreten Fall entscheidet Ihre Pflegekasse.

Dieser Text erklärt die allgemeine Rechtslage und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Wer wissen will, was ihm persönlich zusteht, wendet sich an seine Pflegekasse, an die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI oder an das Pflegebüro der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die 10 Düsseldorfer Stadtbezirke, ihre 50 Stadtteile und was das Pflegegutachten zur Altersstruktur ausweist (Stichtag 31.12.2023)

StadtbezirkStadtteileÄltere Menschen laut Pflegebedarfsgutachten
Stadtbezirk 1Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf, Golzheim20–22 % ab 60 Jahren
Stadtbezirk 2Flingern Süd, Flingern Nord, Düsseltal20–22 % ab 60 Jahren
Stadtbezirk 3Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Bilk, Oberbilk, Flehe20–22 % ab 60 Jahren; 5.910 Menschen ab 80 Jahren — zweitgrößte Zahl der Stadt
Stadtbezirk 4Oberkassel, Heerdt, Lörick, Niederkassel8,2 % ab 80 Jahren — zweithöchster Anteil der Stadt
Stadtbezirk 5Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Angermund, Kalkum29–31 % ab 60 Jahren; 8,6 % ab 80 Jahren — höchster Anteil der Stadt
Stadtbezirk 6Lichtenbroich, Unterrath, Rath, Mörsenbroichkein Einzelwert im Gutachten ausgewiesen
Stadtbezirk 7Gerresheim, Grafenberg, Ludenberg, Hubbelrath, Knittkuhl29–31 % ab 60 Jahren
Stadtbezirk 8Lierenfeld, Eller, Vennhausen, Unterbachkein Einzelwert im Gutachten ausgewiesen
Stadtbezirk 9Wersten, Himmelgeist, Holthausen, Reisholz, Benrath, Urdenbach, Itter, Hassels6.613 Menschen ab 80 Jahren — die größte Zahl in Düsseldorf
Stadtbezirk 10Garath, Hellerhof29–31 % ab 60 Jahren

Häufige Fragen

Gilt der Entlastungsbetrag auch, wenn der Anbieter nicht aus Düsseldorf kommt?

Das Gesetz stellt nicht auf den Sitz des Anbieters ab, sondern darauf, dass es sich um ein nach Landesrecht anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag handelt (§ 45b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI); die Anerkennung richtet sich nach dem Landesrecht (§ 45a Abs. 1 Satz 3 SGB XI). Meine Elsa ist in Nordrhein-Westfalen anerkannt, Düsseldorf liegt in Nordrhein-Westfalen. Über die Erstattung einer konkreten Rechnung entscheidet Ihre Pflegekasse.

Wo beantrage ich in Düsseldorf einen Pflegegrad?

Der Antrag geht an die Pflegekasse Ihrer Krankenkasse, nicht an die Stadt Düsseldorf. Entscheidend ist das Datum: Leistungen werden ab Antragstellung gewährt (§ 33 Abs. 1 SGB XI), früh stellen lohnt sich also — eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Musterschreiben steht im Ratgeber dieser Website. Kostenlose und neutrale Unterstützung dabei gibt es beim Pflegebüro der Landeshauptstadt (Willi-Becker-Allee 8, Telefon 0211 8998998) und in den 32 zentren plus. Gegen den Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen (§ 84 Abs. 1 SGG).

Kann Meine Elsa in Düsseldorf auch Verhinderungspflege abrechnen?

Ja, aber nur unter der Voraussetzung, die zu diesem Anspruch gehört: Es muss eine private Pflegeperson an der Pflege gehindert sein, wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen (§ 39 Abs. 1 SGB XI). Dazu kommt mindestens Pflegegrad 2; die Kasse übernimmt die Ersatzpflege für längstens acht Wochen je Kalenderjahr, und Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege teilen sich ein gemeinsames Jahresbudget von 3.539 Euro. Wer niemanden hat, der ihn privat pflegt, hat diesen Anspruch nicht — für ihn ist der Entlastungsbetrag der richtige Weg.

Übernimmt Meine Elsa in Düsseldorf auch Pflege?

Nein. Meine Elsa ist ein anerkannter Betreuungs- und Haushaltsdienst nach § 45a SGB XI, kein Pflegedienst. Körperbezogene Pflege wie Waschen, Anziehen oder Lagern und medizinische Leistungen gehören nicht dazu. Dafür brauchen Sie einen zugelassenen ambulanten Pflegedienst — in Düsseldorf waren Ende 2023 149 davon ansässig. Beides schließt sich nicht aus: Der Pflegedienst übernimmt die Pflege, wir Haushalt und Begleitung.

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